Ems-Überführung der Quantum of the Seas

An diesem 22./23. September wurde die Quantum of the Seas nach mehreren Verzögerungen des Ablaufplanes auf der Ems vom Werfthafen in Papenburg zur Nordsee überführt. Das von der Meyer-Werft in Papenburg produzierte Schiff ist das drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt und das größte in Deutschland jemals hergestellte Kreuzfahrtschiff (Vergleichsbasis: Bruttoraumzahlen BRZ / Stand September 2014). Die Reederei ist die Royal Caribbean International (eine Tochtergesellschaft des US-amerikanisch-norwegischen Unternehmens Royal Caribbean Cruises Ltd.).

In einer Aussichtsgondel über dem Wasser schweben

Das neue Kreuzfahrtschiff bietet den zukünftigen Gästen auch einige Innovationen. So gibt es eine Aussichtsgondel „North Star“, die sich in ca. 90 Metern Höhe befindet und dem London Eye nachempfunden ist. Kein anderes Kreuzfahrtschiff bietet aktuell eine solche Aussichtsgondel.

Des Weiteren gibt es mit dem „SeaPlex“ ein Angebot, bei dem der Gast z.B. Basketball spielen oder Autoscooter fahren kann. Mit dem „RipCord by iFly“ besteht die Möglichkeit auf dem Schiff einen Fallschirmsprung zu simulieren.
Auch die Innenkabinen bieten einen angenehmen „Ausblick“, indem diese einen 82-Zoll-Bildschirm mit Echtzeitansichten enthalten, die den Meerblick in die Kabine pro­ji­zie­ren.
Im Heck des Schiffes befindet sich dann noch das „Two70°“, das eine Art Show-Bühne und Lounge ist und einen fast Rundum-Blick bietet.

Technische Daten in der Oberklasse

Die Quantum of the Seas bietet mit einer Länge von 348 Metern und einer Breite von 41,4 Metern für bis zu 4188 Passagiere Platz, die sich auf 2094 Passagierkabinen verteilen können. Hierbei gibt es insgesamt 18 Decks. Eine Maschinenleistung von 67200 kW sorgt dafür, dass das Kreuzfahrtschiff auf bis zu 22 kn (≈ 41 km/h) beschleunigt werden kann. Die Größe ist mit 167800 BRZ angegeben. Zum Vergleich: die beiden größten Kreuzfahrtschiffe haben eine Größe von 225282 BRZ (ebenfalls beide Royal Caribbean International)

Auf der ersten Fahrt gab es wetterbedingte Verzögerungen

Eigentlich sollte die Quantum of the Seas am 22. September ca. um Mitternacht das Emssperrwerk in Gandersum erreichen und dieses dann bei Hochwasser passieren. Vermutlich durch den starken Wind und durch die behutsame Koordinierung der Verantwortlichen, damit das Schiff unbeschädigt bleibt, wurde das Emssperrwerk erst am 23. September in den frühen Morgenstunden erreicht. Durch die Verspätung war eine direkte Passage des Emssperrwerkes in der Nacht nicht mehr möglich, da die Hochwasserzeit gegen Mitternacht nicht mehr erreicht wurde und auf das nächste Hochwasser um ca. 13:00 Uhr gewartet werden musste. Am Mittag des 23. Septembers gelang die Passage des Emssperrwerkes in Gandersum pünktlich und ohne Probleme.