Hessepark in Weener

Ein besonderes Naturerlebnis erwartet die Besucher des Hesseparks in Weener. Der Hessepark grenzt nördlich direkt an die Stadt Weener. Seit 2013 ist das ehemalige Baumschulen Gelände (Hesse) offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben. Besucher haben auf der etwa 0,35 km² großen Fläche die Möglichkeit besondere Pflanzenarten und Gestaltungsformen als Ü̱berbleibsel der ehemaligen Hesse-Baumschule zu betrachten. Dabei wird man teilweise durch die freilaufenden Konik Wildpferde begleitet.

Als die im Jahr 1879 gegründete Hesse-Baumschule in Weener 1993 den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen musste, wurde ein neuer Käufer für die Anlage gesucht. In den Hochzeiten der Baumschule war der Betrieb vor allem für die üppige und außergewöhnliche Pflanzensammlung weithin bekannt. 1996 erwarb dann die Irma-Waalkes-Stiftung die Anlage. Das Ziel der Stiftung war die Errichtung einer öffentlichen Parkanlage und einer Baumsammlung. Leider kam die Stiftung im Laufe der Zeit zu dem Schluss, dass dieses Projekt aus verschiedenen Gründen nicht weiter verfolgt werden kann. In dieser Zeit wurden auch die meisten Gebäude abgerissen und ein Teil des Geländes zu Bauland. 2007 erwarb das Gelände schließlich der Architekt Jan Timmer. Dabei wurde festgehalten, dass der Park öffentlich zugänglich bleiben soll. Timmer errichtete auf dem Gelände zusätzlich das Kunsthaus Hessepark. Somit können auf dem Gelände Kunst und Natur im Einklang genossen werden. Aktuell befindet sich auf dem Gelände die Parkanlage, das Kunsthaus und der versetzte und renovierte Hesseturm.
Der Aufbau der Parkanlage wurde bzw. wird durch die Europäische Union (LEADER), den NABU, die Bingo-Umweltstiftung und die Stadt Weener gefördert.

Bilder von 9/2014:

Fast auf dem gesamten Gelände weiden Koniks. Obwohl es sich bei den Koniks um eine Form von Wildpferden handelt, sind die Tiere im Hessepark relativ menschenfreundlich. Teilweise suchen die Tiere sogar den Menschenkontakt und kommen ganz nahe. Trotzdem sollte man den Tieren ruhig begegnen und eine natürliche Distanz beibehalten. Zu beachten ist auch, dass die Tiere nicht gefüttert werden dürfen, da die Pferde sonst krank werden bzw. sogar sterben können. Außerdem gibt es für die Pferde extra Tierbetreuer, Futterstellen, Wasserstellen und die Natur produziert vor Ort reichlich gesunde Nahrungsmittel. Im Gegenzug sorgen die Wildpferde dafür, dass die Anlage nicht zu stark von Pflanzen verwildert wird und begehbar bleibt.

Entlang der Wege gibt es einen Lehrpfad mit einigen Informationstafeln zur Historie und zur Natur des Hesseparks. Darüber hinaus gibt es an den Tafeln die Möglichkeit mit einem Smartphone (QR-Code) weitergehende Informationen zu erhalten.