Ems-Überführung der Ovation of the Seas

Von Freitag auf Samstag wurde die Ovation of the Seas erfolgreich auf der Ems überführt. Das von der Reederei Royal Caribbean International bei der Meyer Werft in Papenburg in Auftrag gegebene Kreuzfahrtschiff gehört zur Quantum-Klasse und damit zu den größten bisher in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffen. Besonders auf den ersten Metern war die Ems-Überführung der 41,4 Meter breiten Ovation of the Seas eine anspruchsvolle Angelegenheit, da die Ems an dieser Stelle sogar mit einer Aufstauung nur wenige Meter breiter ist. Obwohl die Ems-Überführung ein gewohntes Ereignis ist, gab es diesmal jedoch eine kleine Änderung bezüglich der Vor- und Nachbereitung.

Friesenbrücke bleibt zunächst dauerhaft geöffnet
Da die Friesenbrücke teilweise zerstört wurde („Frachtschiff Emsmoon rammte Friesenbrücke in Weener“), wurde diesmal das Mittelteil demontiert und zur Meyer Werft gebracht, wo dieses Brückenteil bis zu einer Entscheidung über die Zukunft der Friesenbrücke zwischengelagert wird. Nach der Überführung wird das Mittelteil also nicht wieder montiert und die Friesenbrücke ist damit schon für die nächste Überführung vorbereitet.

Highlights der Quantum-Klasse
Zu den Besonderheiten der Ovation of the Seas gegenüber anderen Kreutfahrtschiffen außerhalb der Quantum-Klasse gehört z.B. eine North Star Glaskapsel, ein Panoramaabteil für Shows, ein Autoscooter, ein Surfsimulator und Innenkabinen mit virtuellen Balkonen. Aber auch kulinarisch gibt es für die Gäste einige „Spezial-Restaurants“. Im Prinzip entspricht die Ovation of the Seas damit größtenteils den beiden Schwesterschiffen Quantum of the Seas und Anthem of the Seas.

Leichte Verzögerungen während der Überführung
Die schwierige und zeitkritische ca. 30 Kilometer lange Überführungsstrecke von Papenburg zum Emssperrwerk in Gandersum wurde erfolgreich und ohne größere Zwischenfälle vom Fahrpersonal bewältigt. Trotz eines anfänglich leicht verspäteten Ablegemanövers in Papenburg (bedingt durch einen zu niedrigen Wasserstand), erreichte die Ovation of the Seas um ca. 01:00 Uhr das Emssperrwerk und passierte dieses um ca. 02:00 Uhr. Anschließend ging die Ovation of the Seas im niederländischen Eemshaven vor Anker.

Heimathafen liegt in China
Nach der Endausrüstung in Bremerhaven wird das Kreuzfahrtschiff im April die ersten Fahrten mit Passagieren in Europa absolvieren. Ab Mai erfolgt dann eine exklusive und einmalige „Welttour“. Innerhalb von 52 Tagen sollen 21 Häfen angesteuert werden. Die Ovation of the Seas wird hierbei z.B. in Barcelona, Dubai, Singapur und in Tianjin anlegen. Tianjin (China) wird dann zudem der Heimathafen sein. Von dort aus werden diverse Reisen im asiatischen Raum angeboten.

Tipps für Besucher
Auch wenn die Überführungen immer tausende Besucher anlocken und dadurch Parkflächen entlang der Deiche knapp werden, ist es ratsam, nicht auf viel befahrenen Hauptstraßen/Landstraßen zu parken und zu laufen. In der Vergangenheit gab es hierbei vor allem bei Nacht diverse Unfälle. Deshalb ist es empfehlenswert frühzeitig zum gewünschten Aussichtspunkt zu fahren, damit man sich dann einen sicheren Parkplatz suchen kann und ungehetzt sowie sicher zum Aussichtspunkt gelangt. Die Anreise per Fahrrad ist ebenfalls empfehlenswert.