Erste Herbst-Sturmflut 2014 – Emssperrwerk Gandersum

An diesem Mittwoch in den Mittagsstunden brachten die Ausläufer vom Hurrikan „Gonzalo“ die erste schwere Sturmflut an die Nordseeküste. Am Vortag wurden z.B. für Emden Wasserstände von ca. 2 Meter über dem Normalstand erwartet. In Emden wurden am Mittag dann jedoch tatsächlich 2,84 Meter und am Emssperrwerk 3,03 Meter erreicht (NLWKN), was die Einstufung dieser Sturmflut als „schwere Sturmflut“ bedeutet. Gegen Mittag wurde dann auch das Emssperrwerk in Gandersum geöffnet (siehe Zeitraffervideo weiter unten).

Dieser recht späte und kurze Herbst-Sturm war jedoch nicht so stark wie Anfang Dezember 2013 der Orkan Xaver. Denn dieser Orkan hatte damals noch deutlich höhere Wasserstände und zudem mehrere Sturmfluten hintereinander gebracht.

Das Emssperrwerk war am Mittag zur Zeit des Hochwasser geschlossen und wurde erst um ca. 13:00 Uhr geöffnet. Die gesamte Öffnung des Hubtores der sogenannten „Nebenöffnung 1“ dauerte ca. 35 Minuten und ist im unteren Video auf 1 Minute in der Zeitrafferaufnahme zusammengefasst. Im Hintergrund des Videos erkennt man zudem die langsame Öffnung des Drehsegmenttores der „Hauptschifffahrtsöffnung“ und der dahinter liegenden „Binnenschifffahrtsöffnung“.

Größere Schäden wurden nicht gemeldet, allerdings gab es Schäden an einigen Fahrzeugen, die auf den Parkflächen der Nordsee-Häfen geparkt waren und durch die Sturmflut (teilweise) unter Wasser standen. Abschleppunternehmen hatten vorher jedoch schon einige Fahrzeuge in Sicherheit gebracht.